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Städteinfos R - Z
Reggio di Calabria
Reggio di Calabria (ca. 180.000 Einwohner) ist die größte Stadt der Region und zugleich auch heimliche
Hauptstadt von Kalabrien. Die offizielle Funktion
hat seit 1971 das viel kleinere Catanzaro inne, weshalb
die Proteste Reggios in Rom auch nicht ausblieben. Seit ihrer Gründung durch die Griechen im 8. Jh. v. Chr. hat Reggio di Calabria zu allen Zeiten eine beherrschende Rolle in Süditalien gespielt. Einst blühende Stadt mit bedeutenden historischen Bauwerken aus byzantinischer, mittelalterlicher und barocker Zeit, wurde Reggio di Calabria 1908 von einem katastrophalen Erdbeben heimgesucht, das nahezu alle architektonischen Schätze vernichtete.
Die Stadt ist eine moderne, süditalienische Metropole und ist bekannt durch ihre freundlich-mediterrane Atmosphäre. Den Besucher erwartet "der schönste Kilometer Italiens".
Gemeint ist der Lungomare Matteotti mit seinen Palmen,
Gummibäumen, Magnolien, Zypressen, Pinien, Ficusbäumen
und Blumenbeeten sowie den pastellfarbenen, prächtigen
Jugendstilvillen, den der italienische Dichter
Gabriele d''Annunzio als "il più bel chilometro d'Italia"
bezeichnete. Man genießt von dort aus einen herrlichen Blick auf Sizilien und bei guter Sicht auch auf den Ätna. Nach diversen Erdbeben baute man die zerstörte
Kathedrale 1920 in Anlehnung an ihre ursprüngliche
Form in romanischem Stil neu auf. In ihrer Nähe
steht die Kuppeldachkirche der Optimaten-"Chiesa degli
Ottimati". Dieser Kirche gegenüber erhebt sich
das mächtige "Castello Aragonese", eine einst mittelalterliche
Burg, die im 15. Jahrhundert erneuert wurde. Mit dem Museo Nazionale besitzt die Stadt einer der bedeutensten Sammlungen Italiens. Dort befinden sich die beiden weltberühmten Bronzestatuen von Riace, ein Erbe der Magna Grecia. Die Innenstadt
Reggio lädt mit dem eleganten Corso Garibaldi zum flanieren und shoppen ein. Bekannt ist die Reggio di Calabria auch durch den Anbau von Bergamotten, welche weltweit nur dort wachsen. Daraus werden köstliche, lokale Spezialitäten wie z. B. Bergamotten-eis, -likör, -gebäck etc. hergestellt.
Museo Archeologico Nazionale
Piazza De Nava 26
Tel.: 0965 / 5812255/6
Öffnungszeiten: Tägl. 9-20 Uhr; Sa 9-23 Uhr
Es beherbergt die beiden berühmten "Bronzi di Riace", welche vor über 30 Jahren an der Küste von Riace gefunden wurden. Weiterhin finden sich Objekte aus der Zeit der griechischen Kolonialisierung Kalabriens bis zu Gemälden des kalabresischen Malers Mattia Preti.
Museo dello Strumento Musicale
Via Pineta Zerbi
Tel.: 0965 / 893233
Öffnungszeiten: Tägl. 9.30-12.30 Uhr
Ein privates Museum, in dem 800 Instrumente aus aller Welt ausgestellt werden. Dabei gilt dem traditionellen kalabresischen Tanz, dem "Tarantella Calabrese" ein besonderes Augenmerk.
Museo dell'Artigianato tessile della Seta, Costume e Moda Calabrese
Via Re Ruggero 9
Tel.: 0965 / 336155
Öffnungszeiten: Sa 8.30-12.30 Uhr Tägl. auf Anfrage
Geschichte, Gegenwart und Herstellung der traditionellen Trachten.
Rossano
Das malerische Städtchen Rossano(34.000 Einwohner), von ausgedehnten Olivenhainen umgeben, erstreckt sich an den steilen Hängen eines Hügels. Auch die Berge der Sila und die Strände des ionischen Meeres können in kürzester Zeit erreicht werden. Es erlebte vor allem dank des Wirkens der basilianischen Mönche seine größte Blüte in byzantinischer Zeit zwischen dem 8. und 9. Jh.
Die schöne erneuerte Kathedrale aus der Barockzeit und der wunderbaren Kirche S. Marco, die zwischen Ende des 10. und Anfang des 11. Jh. gegründet wurde, laden zu einem Besuch ein. Zudem rühmt sich Rosanno eines interessanten Diözesemuseums. In der Nähe befindet sich der zu Beginn des 12. Jhs. gegründete antike Klosterkomplex S. Maria del Pàtire, von welchem noch Ruinen des Klosters und die schöne Kirche mit Apsis erhalten sind.
Sibari
Sibari ist eines
der reichsten und berühmtesten Kolonien der Magna
Graecia. Sibari wurde zwischen 730 und 720 vor Christus
gefunden. Es lag in der Mitte von Coscile und Crati,
also in einer guten strategischen Position für
die damaligen Handelsstraßen. Sie entwickelte
sich mit 100.000 Einwohnern rasch zur größten
Polis der Magna Graecia. 510 v. Chr. zerstörte
das benachbarte Kroton das als vergnügungssüchtig
verrufene Sibari. Erst 444 v. Chr. kam es mit Unterstützung
der Athener zur Neugründung der Stadt Thourioi.
Ab 193 v.Chr. war die Stadt die römische Kolonie
Copia, bis im 6. Jahrhundert Landversumpfung und Malaria
das endgültige Aus brachten. Die Stadt verfügt über riesige Dimensionen,
was dazu führte, dass Sibari zur zweit größten
Stadt der Magna Graecia wurde. Das Herrschaftsgebiet breitete
sich, in anbetracht der historischen Quellen von 25 Städten,
aus. Es reichte bis zu dem Thyrrenean See, wo die Nebenkolonien
Posidonia, Laos und Scidro gefunden wurden.
Sila
Das
fruchtbare Gebiet von Catanzaro überrascht den
Reisenden mit den Möglichkeiten von einem "anderen
Kalabrien". Ausgehend von Catanzaro Lido, führt
die Straße den Touristen durch Sila, bis zur Ankunft
in Racise und Vilaggio Mancuso, welche sehr bekannt
als Touristen Treffpunkte sind. Sie liegen im grünen
Herzen von Sila bedeckt von dichten Wäldern und
weiten Seen, welche im tiefsten Süden Italiens
überraschen. Im Winter verwandelt sich die Hochebene
in einen weißen Traum, und die Landschaft nimmt
endgültig skandinavische Züge an. Von Frühjahr
bis Herbst laden markierte Wege zum Wandern ein, längere
Distanzen lassen sich mit Mountainbikes oder auf dem
Pferderücken zurücklegen.
Ein
paar Kilometer entfernt von Albi, sind die Reste von
einer bekannten Abtei, "Santa Maria de Pesaca" zu finden.
Sie wurden von italienisch - griechischen Mönchen
in dem Jahr 970 gefunden. Die Kirche von Santa Maria
de la Misericordia, welche von den augustionischen Mönchen
gefunden wurde - welche der Stadt den Ursprung gaben
- sind die Ruinen mittlerweile die einzigsten Erinnerungen.
Taverna
ist ca. 22 km von Catanzaro entfernt. 1613 wurde Mattia
Preti hier geboren und starb 1699 in Malta, und der
Ort ist mittlerweile zu einer Art Freiluftmuseum für
den berühmten Barockmaler geworden. Seine Bilder
sind in der Kirche, im Kloster San Domencio und im Museo
Civico zu sehen.
Soverato
Der helle Sandstrand und das kristallklare Meer machen Soverato (ca. 11.000 Einwohner) zu einem beliebten Badeort und Treffpunkt für Windsurfer. Die Mutterkirche besitzt eine Marmorgruppe der Pietà und ein Basrelief mit dem Ecce Home, die von Antonio Gagini im 16. Jh. geschaffen wurde. Aus dem selben Jahrhundert stammt der Wachturm an der Küste, der Turm "Carlo V." Ebenso weist das Gebiet um Soverato interessante Funde aus prähistorischer und klassischer Zeit auf.
Stilo
An den Hängen des Monte Consolino in schöner Panoramalage in Sichtweite des Ionischen Meeres erbaut, wurde Stilo in griechischer Zeit gegründet und in byzantinischer Zeit ein bedeutendes Zentrum der Basilianer. Auf Felsausläufern erheben sich die Reste eines Normannenkastells aus dem 11. Jh., das in der Renaissance umgebaut wurde. Außer der Kirche S. Francesco, ein hervorragendes Beispiel des kalabresischen Barocks, und des aus dem 12. - 14. Jh. stammenden Doms dell'Addolorata, weist das Städtchen Stilo eines der ältesten und besterhaltenen byzantinischen Kirche der Region auf: die Cattolica, ein Juwel der byzantinischen Kunst. Im 10. Jh. im oberen Teil von Stilo errichtet, reproduziert die Kirche in einem kleineren Maßstab die typische Anlage der byzantinischen Kultgebäude des Vorderen Orients.
Kirche La Cattolica
Öffnungszeiten: Sept.-April: 7-19 Uhr, Mai-Aug.: 8-20 Uhr
Die vor gut tausend Jahren erbaute Cattolica gilt als das schönste Bauwerk Kalabriens und ist somit heute eines der kulturgeschichtlichen Wahrzeichen Kalabriens.
S. Giovanni in Fiore
Der Ort (ca. 19.000 Einwohner) liegt etwa auf 1000m Höhe auf dem Hochplateau der Sila. Es ist ein bedeutendes Handels-, Handwerks- und Touristenzentrum und berühmt wegen der Abtei Badia Florense, welche Ende des 12. Jhs. von Gioacchino da Fiore gegründet wurde.
Abbazia Florense
Via Monastero
Öffnungszeiten: tägl. 8-12 Uhr und 14.30-19 Uhr; um 11 Uhr heilige Messe
Sie weist eine sehr interessante Architektur auf, u. a. das gotische Portal, die Apsiszone, die Gebeine des Gründers Gioacchino da Fiore in der Krypta.
Museo Demologico
Via Monastero
Öffnungszeiten: Mo-Sa 8.30-18.30 Uhr; Mitte Juni-Mitte Sept. auch So 9.30-12.30 Uhr und 15.30-18.30 Uhr
Das anthropologische Museum gewährt einen interessanten Einblick in die (vergangenen) Lebenswelten der Sila-Hochebene.
Tropea
Tropea
ist eine charmante Stadt mit einer Geschichte über
mehrere Jahrhunderte. Bis zum 19. Jahrhundert war es
einmal ein reiches kommerzielles Zentrum, doch die Ankunft
der Franzosen kennzeichnete den langen Zerfall Tropeas,
der erst kürzlich mit dem Start des Tourismus in
Tropea wieder rückgängig gemacht werden konnte.
Tropea ist wahrscheinlich die berühmteste Destination
von Kalabrien und ist sehr reich beschenkt mit künstlerischen
und baulichen Schätzen, wie z.B. mit alten Kirchen,
u.a. die Santa Maria dell'Isola.
Um
sich gegen den Einfall der Sarazenen zu schützen,
baute man Tropea im 13. Jahrhundert in seine jetzige
Lage um, thronend auf einem Felsen über dem Meer.
Während den Jahrhunderten, verursachten regelmäßige
Erdbeben schwerwiegende Schäden in der Stadt, so
dass die Einwohner nach jedem Beben die Stadt auf den
Ruinen neu errichteten, wie es die archäologischen
Ausgrabungen aus dem 19. Jahrhundert beweisen.
Nach
dem schrecklichen Erdbeben von 1783, sendete die Regierung
von Neapel den Ingenieur Ermenegildo Sintes nach Tropea
um den Stadtplan nach zu prüfen. Er erarbeitete
einfachere Fluchtwege, welche man dringend während
den Erdbeben brauchte. Auch entschied er sich die Höhe
von einigen Türmen zu reduzieren, um sie auf ein
sichereres Level zu bringen. Ungeachtet von dieser "Eröffnung"
der Stadt, ist es immer noch möglich ein paar von
den original engen Durchgängen zu finden.
Es
befinden sich viele charmante Restaurants und Hotels,
Cafes und Geschäfte in Tropea, wo man frisches
Essen und lokale Fertigkeiten kaufen kann. An vielen
Punkten am Stadtrand, sind die Straßen offen für
eine wundervolle Aussicht auf das Meer.
Eine
große Fülle an Touristen befindet sich im
Summer in Tropea, welche an den wunderschönen weißen
Sandstränden liegen umrahmt von einem Stein Abhang.
Auch die Küstenstädte in der Nähe von
Capo Vaticano können entdeckt werden, wie z.B.
Santa Maria, wo man einen prächtigen Ausblick auf
das Vorgebirge, wie auch auf die wunderschönen
Strände hat. An einem klaren Tag ist es möglich
Sizilien und die Aeolian oder die Liparo Inseln zu sehen.
Dies ist eine kleine Gruppe von trockenen Inseln, wobei
eine Insel davon der Stromboli ist, einem der wenig
aktiven Vulkane Europas.
Obwohl
es im Summer in dieser Gegend nur von Touristen so wimmelt,
ist es immer noch möglich der Masse zu entfliehen
und eine kleine intime Bucht zu finden, von wo man aus
den Sonnenuntergang beobachten oder einfach nur den
Anblick des türkisen Meer genießen kann.
Im inneren des Landes, zeigt der Gebietsstreifen einen
anderen Aspekt; noch nicht vom Massen Tourismus überrannt,
die kleinen Bergstädten wie Coccorino, scheinen
vor dem 17. Jahrhundert geflüchtet zu sein. Die
Häuser von diesen Dörfern haben oft Holz Terrassen,
wo die Einwohner Ihre fichi d'India (stacheligen Birnen)
in die Sonne zum trocknen legen. Die meisten von ihren
Utensilien machen sie noch selber wie z.B. das Brot
immer noch zu Hause gemacht wird und im traditionellen
pyramidenartigen Ofen gebacken wird.
Museen:
Kirche Santa Maria dell'Isola
Öffnungszeiten: täglich 9:30-12:30 und 14-20 Ur
Eintritt: frei
Die Kirche, die immer wieder (zuletzt 1908) durch Erdbeben zerstört, aber stets neu und in wechselnder Gestalt errichtet wurde, erhebt sich auf einem Sandsteinfelsen auf der Isola Bella.
Vibo Valentia
Die Provinzstadt Vibo Valentia (ca. 35.000 Einwohner) liegt auf einer Hochterasse mit wunderschönen Panoramablick auf den Golfo di Sant'Eufemia. Es ist eine typisch italienische, pulsierende Stadt mit zahlreichen alten, kleinen Gässchen die zu einem Einkaufsbummel einladen. Außerhalb des Stadtzentrums befindet sich das Schloss der Hohenstaufen, welches aus dem 12. Jh. stammt. Von dort auf genießt man einen schönen Blick auf Olivenhaine des Hinterlandes, der Berglandschaft der Serra San Bruno und bei klarem Wetter bis zum Ätna. Die Sakralgebäude von Vibo Valentia stammen ursprünglich aus dem 14. bis 17. Jh., wurden aber aufgrund der Erdbeben des 18. u. 19. Jh. bei Verwendung verschiedener Stilelemente neu errichtet. In Inneren der Kirchen finden sich üppige Barockgemälde. Von besonderem Interesse ist auch das Archäologische Museum im Palazzo Gagliardi.
Museo Archeologico Statale Vito Capialbi
Castello Normanno-Svevo
Öffnungszeiten: Tägl. 9-18.30 Uhr; Aug.-Sept. Sa auch 21-22.30 Uhr
Hervorragende Ausgrabungsfunde griechischer Grabbeigaben, darunter auch ein bei den olympischen Spielen gewonnener Preispokal.
Museum
über die Einwanderungen
Presso Valentianum, Piazza San Leoluca
Dieses
1995 in Vibo Valentia gegründete Museum enthält
Zeugnisse von Einwanderern von vor 1870. Hier können
Sie z.B. alte Briefe und weitere Objekte von Einwanderern
sehen.
Hier finden sie weitere Informationen zu:
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